19. Plan des Karma (Karma-Loka)
Diese Ebene, die Aktionsebene (Karma), öffnet die dritte Reihe des Spielbretts, die dem dritten Chakra entspricht. Nur ein einziger Wunsch begleitet uns immer und überall, und das ist der Wunsch nach Befriedigung. Alles andere sind nur Widerspiegelungen dieses Grundwunsches: der Wunsch nach Vollendung, Selbstverwirklichung. Egal auf welchem Niveau sich der Spieler befindet, er wird nach Zufriedenheit streben – und zwar auf diesem Niveau. In den ersten beiden Chakren manifestiert sich dieses Verlangen als Verlangen nach Geld und Sex. Im dritten Chakra werden Selbstidentifikation (Ego) und das Erlangen von Macht zum Hauptbedürfnis. Menschen des ersten Chakras arbeiten normalerweise weder an sich selbst noch für sich selbst. Sie dienen normalerweise den Interessen von Menschen, die auf der Ebene des dritten Chakras schwingen. Auf der Ebene des zweiten Chakras werden Wünsche auf Sinnesobjekte gerichtet und Energie für die Erforschung der Sinneswelt aufgewendet. Im dritten Chakra ist sich der Spieler der Auswirkungen sozialer und politischer Impulse auf die Entwicklung seiner Persönlichkeit bewusst. Dadurch wird der Spieler seiner selbst bewusst. Egoismus wird zur Hauptantriebskraft seines Handelns, während sein Ego versucht, seinen Einflussbereich immer weiter auszudehnen. Karma-Loka lässt einen Menschen also der Realität ins Auge sehen. Die Perspektive ändert sich, die für das zweite Chakra charakteristischen Fantasien brechen zusammen. Dies ist der Moment der Ernüchterung. In diesem Moment erkennt der Spieler die Existenz des Karmagesetzes.
Alle Dinge stehen in ständiger Wechselwirkung miteinander. Auf der Energieebene bestimmt das Karma die Schwingungsfrequenz des Spielers, die sich auf der physischen Ebene in seinem Verhalten manifestiert. Karma ist die Ursache des Kreislaufs von Geburt-Tod-Wiedergeburt, und nur Karma kann den Spieler aus diesem Kreislauf befreien. Karma (Handlung) schafft Fesseln, kann sie aber auch zerstören.
Der Spieler trägt die karmische Verantwortung für sein „Ich“, das in manifestiertes und nichtmanifestiertes, Körper und Wesen unterteilt werden kann. Es gibt also Karma, das den Körper betrifft, und Karma, das den Geist betrifft. Die erste bezieht sich auf Handlungen in dieser Welt. Da jedoch das Bewusstsein die ganze Welt umfasst, umfasst das mit dem Bewusstsein verbundene Karma auch diese ganze Welt.