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4. Gier (Lobha)

Aufgrund des Gefühls der Trennung, das bei jedem Geborenen auftritt, beginnt der Spieler, nach Befriedigung zu streben. Um irgendeine Funktion in dieser Welt ausführen zu können, muss der Spieler zunächst sicherstellen, dass seine körperlichen Bedürfnisse erfüllt werden. Um am Spiel teilnehmen zu können, muss er essen, einen Platz zum Ausruhen und Kleidung haben. Das materielle Überleben ist das Hauptanliegen eines Spielers, der sich auf der Ebene des ersten Chakras befindet.

Wenn der Spieler sein Gefühl der Unzufriedenheit mit dem Bedürfnis nach materiellem Überleben vermischt, entsteht Gier. Obwohl er alles erhalten hat, was er zum Leben braucht, fühlt er sich immer noch leer. Er hat nur gelernt, seine physische Existenz aufrechtzuerhalten. Jetzt beginnt er, diese grundlegenden Überlebensfähigkeiten zu nutzen, um immer mehr materielle Güter zu erwerben, in der Hoffnung, Zufriedenheit zu erreichen. Je mehr er jedoch erwirbt, desto stärker wird sein Erwerbsdrang. Sein Gefühl der Leere erreicht das Ausmaß der Panik, sein Handeln wird immer rücksichtsloser. Die Legende von König Midas und seiner „goldenen Note“ ist ein klassisches Beispiel für die Folgen der Gier. Dieser Wunsch nach materiellem Wohlstand ist auch die Ursache aller Kriege.

Gier entsteht aus Unsicherheit, und Unsicherheit entsteht aus einer falschen Selbstidentifikation. Wenn der Spieler nicht an Gott glaubt, glaubt er auch nicht an die Vorsehung. Der Käfig der Gier ist der Schwanz der Schlange der Eifersucht. Gier macht den Spieler kurzsichtig. Er versteht nicht, dass Gier letztlich bedeutungslos ist. Früher oder später bleiben alle materiellen Güter hinter der Schwelle: entweder wenn wir sie aus freien Stücken aufgeben, oder wenn der Tod kommt. Gier kann jedoch auch eine Tugend auf dem Weg des spirituellen Wachstums sein, wenn ein Mensch gierig nach spiritueller Erfahrung, Wissen und Liebe wird.

Ein Spieler, der das Feld der Gier betritt, öffnet die Tore seines Bewusstseins für Maya, Wut und alle anderen Probleme des ersten Chakras.

Das Symbol für Vier ist ein Quadrat, das vier Dimensionen und vier Himmelsrichtungen darstellt. Die Zahl Vier symbolisiert das Erdelement. Als Vertreter der Familie der geraden Zahlen tendiert die Vier zur Vollständigkeit. Der bis an die Grenzen getriebene Wunsch nach Perfektion auf der materiellen Ebene verwandelt sich in Gier. In der vedischen Numerologie wird die Zahl Vier von Rahu, dem nördlichen Mondknoten, auch bekannt als Drachenkopf, regiert. In der westlichen Numerologie wird diese Zahl von Uranus beherrscht.